In einem festlichen Gottesdienst wurde der Wechsel im Amt des Kirchenpräsidenten der Unierten Evangelischen Kirche in Belgien vollzogen.
Nach 13 Jahren als Präsident geht Pfarrer Steven Fuite nun in den Ruhestand. In seiner Ansprache hob er hervor, dass das Modell einer unierten Kirche auch Vorbildcharakter für die Gesellschaft in Belgien hat, die durch tiefe Friktionen gezeichnet ist. „In der Vereinigten Evangelischen Kirche in Belgien leben wir zusammen ungeachtet der konfessionellen oder sprachlichen Differenzen oder unsere Herkunft.“ Die Amtszeit von Fuite war geprägt von vielen globalen Krisen aber auch der mehr als 550 Tage andauernden Zeit, die der belgische Staat ohne Regierung war.
Als Nachfolgerin wurde Pfarrerin Isabelle Detavernier in ihr Amt eingeführt. Sie war zuletzt Pfarrerin der Gemeinde Brüssel- Botanique und schon seit einigen Jahren Mitglied des Synodalrats. Sie predigte über den Fischzug des Petrus (Lukas 5) und fragte, was es für uns heute bedeute, wenn Jesus forderte, mit dem Boot hinauszufahren dorthin, wo das Wasser tief ist. Tiefe Wasser sind dort, wo alle sich das Maul über andere zerreißen und es darauf ankommen kann, die Stimme dagegen zu erheben. Tiefe Wasser sind dort, wo wir aus unserem Komfortbereich treten und uns unsicher fühlen. Hier dürfen wir wissen, dass Jesus uns zuspricht: „Fürchte dich nicht!“
Der Gottesdienst war durchgängig in Französisch und Flämisch gehalten und brachte die verschiedenen Facetten des Lebens der Kirche zum Ausdruck.
Von der GEKE nahmen Generalsekretär Mario Fischer sowie aus dem Rat Ulrich Rüsen-Weinhold und Markus Schaefer an dem Gottesdienst teil.
—————————————————————————————————————————————————————-
The change in the office of President of the Protestant United Church in Belgium was marked by a festive service.
After 13 years as president, Reverend Steven Fuite is now retiring. In his speech, he emphasised that the model of a united church also serves as a role model for Belgian society, which is marked by deep divisions. „In the Protestant United Church in Belgium, we live together regardless of our denominational or linguistic differences or our origins.“ Fuite’s term of office was marked by many global crises, but also by the more than 550 days during which the Belgian state was without a gouvernment.
Reverend Isabelle Detavernier was inaugurated as his successor. She was most recently pastor of the Brussels-Botanique congregation and has been a member of the Synodal Council for several years. She preached on Peter’s catch of fish (Luke 5) and asked what it means for us today when Jesus asked us to put out into the deep water. Deep waters are where everyone is gossiping about others and it can be important to speak up against it. Deep waters are where we step out of our comfort zone and feel uncertain. Here we can know that Jesus assures us: “Do not be afraid!”
The service was conducted entirely in French and Flemish and reflected the various facets of church life.
General Secretary Fischer and Council members Ulrich Rüsen-Weinhold and Markus Schaefer attended the service from the side of the CPCE.