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96 Kirchen - ein lebendiger Glaube.

Protestantische Kirche in den Niederlanden (PKN)

Grundinformationen Offizieller Name: Protestantse Kerk in Nederland (PKN) Mitglieder: ca. 1,39 Millionen Kirchengemeinden: 1.458 Ordinierte Pfarrerinnen und Pfarrer: 1.352 Leitungsstruktur: presbyterial-synodal Kirchenleitung: Kees van Ekris (Generalsekretär/Scriba) Trijnie Bouw (Präses der Generalsynode) Profil der Kirche Die Protestantische Kirche in den Niederlanden (PKN) ist die größte protestantische Kirche des Landes. Sie entstand 2004 durch den Zusammenschluss der […]

Grundinformationen

Offizieller Name: Protestantse Kerk in Nederland (PKN)

Mitglieder: ca. 1,39 Millionen

Kirchengemeinden: 1.458

Ordinierte Pfarrerinnen und Pfarrer: 1.352

Leitungsstruktur: presbyterial-synodal

Kirchenleitung:

  • Kees van Ekris (Generalsekretär/Scriba)
  • Trijnie Bouw (Präses der Generalsynode)

Profil der Kirche

Die Protestantische Kirche in den Niederlanden (PKN) ist die größte protestantische Kirche des Landes. Sie entstand 2004 durch den Zusammenschluss der Niederländisch-Reformierten Kirche, der Reformierten Kirchen in den Niederlanden und der Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Die Niederlande gehören heute zu den am stärksten säkularisierten Ländern der Welt. Erstmals bezeichnete sich um das Jahr 2020 mehr als die Hälfte der Bevölkerung als konfessionslos. Vor diesem Hintergrund befindet sich die PKN in einem tiefgreifenden Wandel: Während die Mitgliederzahlen kontinuierlich zurückgehen, sucht die Kirche nach neuen Formen kirchlichen Lebens und missionarischer Präsenz.

Trotz der Trennung von Kirche und Staat ist die PKN gesellschaftlich sichtbar. Besonders ihre diakonische Arbeit – etwa in Tafeln, der Flüchtlingshilfe oder der Altenpflege – trägt wesentlich zum öffentlichen Leben bei. Darüber hinaus engagieren sich viele Gemeinden im christlichen Bildungsbereich.


Aktuelle Herausforderungen

Rückgang der Mitgliederzahlen

Innerhalb von zehn Jahren sank die Mitgliederzahl von knapp zwei Millionen auf rund 1,39 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von fast 30 Prozent. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 53 Jahren.

Neue Formen des kirchlichen Dienstes

Die Kirche diskutiert derzeit über neue Zugänge zum Pfarramt. Künftig soll für die Ordination nicht mehr zwingend ein Universitätsstudium erforderlich sein; auch Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen sollen ordiniert werden können. Gleichzeitig wird über die Rolle von Pionierinnen und Pionieren beraten, die neue Gemeindeformen leiten, bisher jedoch nicht alle sakramentalen Aufgaben wahrnehmen dürfen.

Pioniergemeinden

Seit 2005 entwickelt die PKN sogenannte Pioniergemeinden – neue Formen von Kirche für Menschen ohne oder mit geringer kirchlicher Bindung. Insgesamt wurden mehr als 180 Projekte gegründet, derzeit bestehen rund 100 aktive Standorte. Die größte Herausforderung bleibt ihre langfristige finanzielle Tragfähigkeit.

Kirchliche Strukturreformen

Die Kirche sucht nach einem neuen Gleichgewicht zwischen zentraler Leitung und der Selbstständigkeit der Ortsgemeinden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie jüngere Menschen stärker in Leitungsverantwortung eingebunden werden können und wie die Kirche finanziell zukunftsfähig bleibt.

Kirchenschließungen

Die Schließung von Kirchengebäuden verstärkt häufig den Mitgliederschwund, da viele Gemeindemitglieder nicht in andere Gemeinden wechseln. Gleichzeitig sind Gebäudeschließungen vielerorts aus wirtschaftlichen Gründen unvermeidlich.


Erfolgreiche Initiativen

The Passion

Ein besonders erfolgreiches Projekt ist The Passion – eine moderne musikalische Darstellung der Passionsgeschichte mit zeitgenössischer Musik und prominenten Künstlerinnen und Künstlern. Die Fernsehausstrahlung erreichte zuletzt rund 3,2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Über soziale Medien wurden fast neun Millionen Menschen erreicht. Studien zeigen, dass viele Menschen dadurch einen neuen Zugang zur biblischen Botschaft gefunden haben.

Pioniergemeinden

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Pioniergemeinden. Sie orientieren sich bewusst am jeweiligen sozialen Umfeld und entwickeln neue Formen kirchlichen Lebens gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Entscheidend ist dabei das Prinzip des „Hinhörens auf den Kontext“ sowie die aktive Beteiligung der Zielgruppen.


Mitgliedschaft in der GEKE (CPCE)

Die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) hat für die PKN besondere Bedeutung, weil sie reformierte und lutherische Traditionen miteinander verbindet. Die ökumenische Berufung ist ausdrücklich in der Kirchenordnung verankert. Veröffentlichungen und Studien der GEKE fließen regelmäßig in die kirchliche Meinungsbildung und strategische Arbeit der PKN ein

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Neue GEKE-Reihe: 96 Mitgliedskirchen – ein Glaube der lebt! DÄNEMARK

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Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE

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Österreich

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