Kooperationen
Fellowship of the Middle East Evangelical Churches
Die protestantischen Kirchen im Nahen Osten schlossen sich 2006 mit der Amman-Erklärung zu einer Kirchengemeinschaft zusammen. Wie in der Leuenberger Konkordie von 1973 erkennen sie die Sakramente, Ämter und Ordinationen der teilnehmenden Kirchen an und verpflichten sich zur Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft sowie zu ihrem gemeinsamen Zeugnis und Dienst.
Damit ist die Gemeinschaft der evangelischen Kirchen im Nahen Osten (FMEEC) die Schwesterkirchengemeinschaft der GEKE im Nahen Osten.
Die GEKE-Vollversammlung 2018 in Basel gab den Auftrag, die Beziehungen zur FMEEC zu intensivieren. Diese Verbindung besteht einerseits in der Einbeziehung von Delegierten der FMEEC in bestimmte Arbeitsbereiche und Konsultationen der GEKE (häufig allerdings erschwert oder verhindert durch verweigerte Visa), andererseits in der Unterstützung von Sozialprojekten in Zusammenarbeit mit dem Gustav-Adolf-Werk.

Gustav-Adolf-Werk
Das Gustav-Adolf-Werk e. V. der Evangelischen Kirche in Deutschland, gegründet 1832, ist die älteste überregionale protestantische Hilfsorganisation in Deutschland. Es hat seinen Sitz in Leipzig und trägt den Namen des schwedischen Königs Gustav II. Adolf. Das GAW ist eine Dachorganisation für 21 Hauptgruppen (Gustav-Adolf-Werke in den protestantischen Landeskirchen) und 19 Frauengruppen. Der Verein hilft „evangelischen Gemeinschaften weltweit, ihren Glauben an Jesus Christus in Freiheit zu leben und in ihrem Umfeld diakonisch tätig zu sein“.
Seit Jahrzehnten führt das GAW zahlreiche Hilfsprojekte für evangelische Minderheiten rund um den Globus durch. Für die GEKE ist es der ideale Projektpartner für die Umsetzung sozialer Projekte, vor allem in Osteuropa.
Es gibt viel zu tun – zum Beispiel die Schaffung eines sozialen Sicherheitsnetzes für Kinder und Jugendliche, deren Eltern im Ausland arbeiten. Wichtig ist auch die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in verwaisten Regionen.
Die Mittel werden über die Otto-per-mille Kultursteuer von Waldenserkirche in Italien, die Mitgliedskirche der GEKE ist.
ZETO
Das ZETO mit Sitz in Hermannstadt/Sibiu (Rumänien) ist eine theologische Einrichtung, die evangelische Theologie für die Kirchen und die Zivilgesellschaften im orthodoxen Kontext fruchtbar machen soll. Wichtige Themen sind damit einerseits der Dialog zwischen Protestantismus und Orthodoxie, aber auch die Diasporasituation evangelischer Kirchen.
Die drei Standbeine des ZETO sind „Ausbildung“ (Departement für evangelische Theologie der Lucian-Blaga-Universität), „Orthodoxie und Ökumene“ (am Institut für Ökumenische Forschung, Hermannstadt/Sibiu) und „Zivilgesellschaft“ (am Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich-Teutsch-Haus, Hermannstadt/Sibiu). Die drei Institutionen in unterschiedlicher Trägerschaft haben sich zum ZETO zusammengeschlossen.
Mit dem ZETO besteht ein Kompetenzzentrum im orthodoxen Umfeld, das einerseits der Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus evangelischen Diasporakirchen in diesem Kontext dient und andererseits diese Kirchen, die sich in der orthodoxen Welt behaupten, zu regelmäßigen Konsultationen und Vernetzungstreffen zusammenbringt.
Das ZETO bietet neben dem Studium der Evangelischen Theologie an der Lucian-Blaga-Universität auch ein Ökumenesemester am Institut für Ökumenische Forschung, das auch von der orthodoxen Fakultät mitgetragen wird, für Studierende und Pfarrerinnen und Pfarrer im Kontaktstudium, bzw. Sabbatical, sowie die Möglichkeit für Sprachkurse, Forschungsaufenthalte, Gastvikariate u.a.
Centro Melantone
Das Melanchthon Zentrum ist das ökumenische Studienzentrum, das von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) und der Waldenser Fakultät für Theologie im Jahre 2002 gegründet wurde. Das Zentrum versteht sich als Plattform für evangelische Theologinnen und Theologen aus ganz Europa, die die christliche Metropole Rom in ihren vielen Facetten genauer studieren möchten.
Ein Jahr in Rom Theologie studieren
Das Centro Melantone bietet jährlich in Rom und in italienischer Sprache ein Studienjahr und einen Sommerkurs für Studierende der Theologie aus anderen Ländern an. Das Theologische Studienjahr in Rom bietet die einzigartige Gelegenheit, an päpstlichen Hochschulen und an der evangelischen Waldenserfakultät für Theologie zu studieren, ökumenische Erfahrungen zu sammeln und in einer internationalen Gruppe evangelischer Studierender zu reflektieren. Dafür nehmen die Studierenden an einem Tutorenprogramm mit dem Studienleiter/der Studienleiterin des Centro Melantone teil. Das Centro Melantone organisiert einen italienischen Sprachkurs am Beginn des Studienjahres und ist bei der Einschreibung an den römischen Hochschulen behilflich. Für zehn Studierende bietet das Studienzentrum Unterkunftsmöglichkeiten in der Kirchenverwaltung der ELKI an.
Tagungen und Fortbildung
Das Studienzentrum bietet darüber hinaus regelmäßig internationale wissenschaftliche Tagungen sowie Studien- und Fortbildungskurse in Rom für Theologiestudierende, Pfarrerinnen und Pfarrer und Religionslehrerinnen und -lehrer in deutscher und englischer Sprache an. Im Fokus der Tagungen und Kurse stehen kirchenhistorische und ökumenische Themen, die in direktem Bezug zur Stadt Rom und der römisch-katholischen Kirche stehen. Die Veranstaltungen des Centro Melantone finden in der Regel in Kooperation mit anderen Institutionen statt.


Bibeldialoge
Die Europäischen Bibeldialoge (ehemals Berliner Bibelwochen) werden seit 1953 von der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) veranstaltet werden. Die GEKE schloss sich dieser Initiative 1990 informell an, bevor sie 2017 eine formelle Partnerschaft einging. Ein Seminar pro Jahr richtet sich ausdrücklich an Gemeindemitglieder aus den Mitgliedskirchen der GEKE, und mehrere Veranstaltungen werden in zwei Sprachen (Deutsch und Englisch) abgehalten. Teilnehmende aus dem Ausland sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen. Die Veranstaltungen umfassen sowohl Bibelbetrachtungen als auch die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Sie helfen den Teilnehmenden, von den Erfahrungen anderer GEKE-Kirchen zu profitieren und so unsere Kirchengemeinschaft zu vertiefen.
Informationen zu den Europäischen Bibelgesprächen und das aktuelle Programm finden Sie hier.

Europäische Melanchton Akademie
Die Europäische Melanchthon-Akademie in Bretten versteht sich als Forschungs- und Bildungsakademie mit internationaler Ausrichtung. Sie verfolgt Melanchthons Ideen in verschiedenen Wissensbereichen und fördert den Dialog zu aktuellen Forschungsthemen durch interdisziplinären Austausch. Zu diesem Zweck arbeitet sie eng mit anderen Bildungseinrichtungen, Universitäten und Akademien zusammen. Sie veranstaltet wissenschaftliche Symposien und organisiert international ausgerichtete Stipendienprogramme und interdisziplinäre Workshops.
Konfessionskundliches Zentrum
Das Konfessionskundliche Institut in Bensheim untersucht aktuelle Entwicklungen in den verschiedenen christlichen Konfessionen und fördert den Austausch zwischen akademischer Theologie und kirchlicher Praxis. Es bietet Fortbildungskurse und Seminare zu konfessionellen und ökumenischen Themen für Pfarrer, Religionslehrer, interessierte Gemeindemitglieder und Studierende an. Darüber hinaus berät das Institut für Konfessionskunde Kirchenleiter und Entscheidungsträger, regionale kirchliche Ökumene-Beauftragte, Ökumene-Ausschüsse und den Evangelischen Bund.
Johannes a Lasco Bibliothek
Die Johannes-a-Lasco-Bibliothek ist eine international anerkannte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung des reformierten Protestantismus im Kontext der Entwicklung frühmoderner Konfessionen. Die Bibliothek betreibt und veröffentlicht interdisziplinäre und interkonfessionelle Vergleichsforschung, wobei ihre Forschungsaktivitäten von einem ebenso interdisziplinären und interkonfessionellen wissenschaftlichen Beirat unterstützt werden. Die JALB ist eng mit der Reformierten Kirche in Deutschland verbunden.






