Die Schweizerische Evangelische Kirchenvereinigung (SEK) und die Liturgiekommission der evangelisch-reformierten Kirchen der Deutschschweiz
Die Schweizerische Evangelische Kirchenvereinigung (SEK) wurde 1920 gegründet und ist ein Zusammenschluss der evangelisch-reformierten Landeskirchen in der Tradition Zwinglis oder Calvins mit einer kantonal strukturierten Organisation, die dem föderalistischen Staatswesen entspricht. Als Zusammenschluss von 20 Kantonalkirchen und zwei Freikirchen mit rund 2,6 Millionen Mitgliedern vertritt der SEK den Schweizer Protestantismus als eine der beiden wichtigsten christlichen Konfessionen des Landes. Die Schweizer protestantischen Kirchen befassen sich auf verschiedenen Ebenen mit liturgischen Fragen. Seit mehreren Jahren läuft ein gross angelegtes Projekt, das darauf abzielt, die theologischen und liturgischen Grundlagen des reformierten Gottesdienstes zu erarbeiten und zeitgemässe Entwürfe für die reformierte Liturgie zu erstellen. Im Jahr 2000 begann in der Deutschschweiz eine neue Phase der Liturgiearbeit. Ein neues Buch mit dem Titel «Reformierte Liturgie in der Deutschschweiz» wurde veröffentlicht, um die zwischen 1972 und 2000 erstellten Liturgien zu ersetzen. Aus diesem Grund erscheint es derzeit nicht sinnvoll, frühere Gottesdienstordnungen zu dokumentieren. Eine detaillierte Projektbeschreibung findet sich auf den Websites der Liturgiekommission der Evangelisch-reformierten Kirchen der Deutschschweiz. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) befasst sich in seinen Fachstellen vor allem mit Fragen des protestantischen Abendmahls, der ökumenischen Liturgie und der Möglichkeit interreligiöser Gottesdienste. Die Konferenz der protestantischen Liturgiekommissionen des SEK dient als Koordinations- und Informationsorgan zwischen den Liturgiekommissionen der Deutsch- und der Französischschweiz. Die Liturgiekommission der Evangelisch-reformierten Kirchen der Deutschschweiz arbeitet einerseits an laufenden liturgischen Materialien und stellt andererseits den Verantwortlichen für liturgische Gestaltungen wesentliche Texte mit empirischen, systematischen, historischen und praktischen Aspekten des Gottesdienstes zur Verfügung. Dabei handelt es sich um zeitgemäße Texte für den Sonntagsgottesdienst und Feierformen für Menschen in bestimmten Lebenssituationen. Dabei ist darauf zu achten, dass unterschiedliche religiöse Haltungen, Gottesbilder und Sprachniveaus berücksichtigt werden. Anstelle einer Buchveröffentlichung werden die Ergebnisse der Arbeit der Kommission im Internet veröffentlicht. Eine jährliche Publikation mit ausgewählten Haupttexten und Informationen zu verfügbaren Materialien dient der Pflege des Kontakts zu den Liturgiebeauftragten.
Weitere Materialien:
Übersicht über die derzeit verwendeten Liturgien (deutsch)
