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Wie bereitet Ihr Euch auf die Ordination vor?

Das war eine der Fragen, die sich Vikare und Vikarinnen aus Estland, Österreich und Rumänien gegenseitig stellten. Dazu kamen in den Tagen 16.-19. April 2026, bei der Begegnung in Tallinn, viele weitere dazu. Dieses war auch das ausgesprochene Ziel der Begegnung, welche unter dem GEKE-Ziel der „Förderung pastoraler Fortbildung“ stand. Vikare sollten lernen, wie es […]

Das war eine der Fragen, die sich Vikare und Vikarinnen aus Estland, Österreich und Rumänien gegenseitig stellten. Dazu kamen in den Tagen 16.-19. April 2026, bei der Begegnung in Tallinn, viele weitere dazu.

Dieses war auch das ausgesprochene Ziel der Begegnung, welche unter dem GEKE-Ziel der „Förderung pastoraler Fortbildung“ stand. Vikare sollten lernen, wie es in anderen Kontexten mit Ausbildung, Kirchlichkeit und Spiritualität steht. Aus dem Blick, der sich sonst auf Details des Alltags richtet, konnte für kurze Zeit ein Blick werden, der die europäische Weite betrachtete. Als Gastgeberin hatte sich das Theologische Institut Tallinn zur Verfügung gestellt, wo in mehreren Runden Freuden und Herausforderungen thematisiert wurden. So konnten die Vikarinnen erfahren, dass in Österreich der Religionsunterricht ein stehender Bestandteil der Arbeit eines Pfarrers ist, dass in Estland die meisten Geistlichen noch einen weiteren Job haben müssen, oder dass im Gegenteil dazu, in Rumänien der Staat einen Teil des Lohns übernimmt, so dass der Dienst hauptamtlich getan werden kann. Das Treffen verlief im Wechsel zwischen Kapelle, Hörsaal, Speisesaal und Altstadt, so dass alle Aspekte zum Tragen kamen. Sonntag durften die Teilnehmer zudem in unterschiedlichen Gemeinden sein, und das praktische Leben dort kennenlernen.

Einen weiteren und wichtigen Schwerpunkt hatte das Treffen zusätzlich. Die Delegierten übernahmen die Aufgabe einer Fokusgruppe, die eine geplante Arbeit der GEKE mit Vikaren überlegte und bewertete. Das Ergebnis war eindeutig: Besser als jede digitale Vernetzung bleibt an erster Stelle die persönliche Begegnung. Es darf darüber nachgedacht werden, wie solche trilateralen Begegnungen zu europäischen werden.

Dank sei besonders der Estnisch-Evangelisch Lutherischen Kirche gesagt, die nicht nur die Kosten trug, sondern die dieses Treffen als so wichtig ansah, dass die Vikars-Gruppe fast durchgehend von zwei Bischöfen begleitet wurde.