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Gerechte Finanzierung für die GEKE

Anfang des Jahres 2026 wurden Briefe an die 96 Mitgliedskirchen der GEKE verschickt, in denen eine neue Beitragsstruktur erklärt wird. Diese hatte der Rat bereits Ende 2025 beschlossen. In den letzten Jahren hat sich nämlich viel in den Finanzen der GEKE verändert: Mitarbeiter werden nun nicht mehr von Mitgliedskirchen entsandt, sondern direkt bei der GEKE […]

Anfang des Jahres 2026 wurden Briefe an die 96 Mitgliedskirchen der GEKE verschickt, in denen eine neue Beitragsstruktur erklärt wird. Diese hatte der Rat bereits Ende 2025 beschlossen.

In den letzten Jahren hat sich nämlich viel in den Finanzen der GEKE verändert: Mitarbeiter werden nun nicht mehr von Mitgliedskirchen entsandt, sondern direkt bei der GEKE angestellt, die Inflation hat die Kosten erhöht, während die Beiträge gleich blieben und sehr unterschiedlich verteilt waren.

Die Arbeit der GEKE wird zum größten Teil aus Beiträgen ihrer Mitgliedskirchen finanziert. Einnahmen aus dem Verkauf von Büchern oder andere wirtschaftliche Tätigkeiten machen nicht einmal ein Prozent aus.

Nach der neuen Beitragsstruktur soll der jährliche Mindestbeitrag von 300 EUR nicht erhöht werden, allerdings nur noch von kleinen Kirchen (bis 20,000 Mitglieder) bezahlt werden. Für alle anderen Kirchen gilt, dass die Beitragshöhe direkt von der Mitgliederzahl abhängt. 1,5 Eurocent pro Kirchenmitglied ist dabei die Richtgröße. Außerdem wird berücksichtigt, dass die Kaufkraft in verschiedenen europäischen Ländern stark variiert, die Beitragshöhe einer Kirche soll also auch daran angepasst werden, wie „reich“ die Gesellschaft in ihrem Land ist.

Die geschäftsführende Präsidentin, Rita Famos und Generalsekretär Mario Fischer erklären in ihrem Brief, dass diese Umstellung „geschieht, um eine gerechtere finanzielle Beteiligung innerhalb unserer Gemeinschaft zu gewährleisten“. Die Veränderung bezeichnen sie als „eine Änderung in der Kultur der Leuenberger Kirchengemeinschaft“. Immerhin werden Angaben wie die Mitgliederzahl nun zu einer wichtigen Größe, die auch aktuell gehalten werden muss.

Gerade in Zeiten angespannter Finanzen, werden die Aufgaben der GEKE – die Gemeinschaft der evangelischen Kirchen in Europa zu vertiefen, Lehrgespräche und ökumenische Dialoge zu führen – eher noch wichtiger. Es bleibt zu hoffen, dass die GEKE auch in Zukunft mit geringem Budget und wenig Personal viel für die Gemeinschaft leistet.