{"id":1240,"date":"2025-04-15T15:09:49","date_gmt":"2025-04-15T14:09:49","guid":{"rendered":"https:\/\/2025.leuenberg.eu\/project\/eurowaisen\/"},"modified":"2025-12-02T07:56:59","modified_gmt":"2025-12-02T07:56:59","slug":"eurowaisen","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.leuenberg.eu\/de\/project\/eurowaisen\/","title":{"rendered":"\u201eEurowaisen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Grunds\u00e4tzliches<\/strong><\/p>\n<p>Im Osten Europas (teilweise auch in S\u00fcdeuropa) wachsen zahlreiche Kinder elternlos auf. Die internationale Presse hat ihnen das Etikett \u201cEuro-Waisen\u201d verpasst. In EU-Mitgliedsstaaten gehen NGOs von 500.000 bis zu einer Million betroffener Kinder aus, die zeitweise ohne Mutter oder Vater aufwachen, etwa in Rum\u00e4nien, Bulgarien und Polen. In der Ukraine spricht die Caritas von bis zu neun Millionen \u201cEurowaisen\u201d.<br \/>\u201cEurowaisen\u201d lernen, dass elterliche Liebe in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden auf ein Konto \u00fcberwiesen oder mit der Post verschickt wird: in Paketen voller Markenkleidung und Spielzeugen. Was ihnen fehlt, ist die N\u00e4he ihrer Eltern. Skype-Bilder sind ein schwacher Ersatz f\u00fcr Umarmungen. Man kann durchaus von Traumatisierungen sprechen, denn es fehlt den Kindern Zuneigung, die pr\u00e4gend ist f\u00fcr das weitere Leben. Es besteht zudem die Gefahr, dass solche \u201everlassenen\u201c Kinder ausgenutzt werden (sexueller Missbrauch etc.), dass es ihnen an medizinischer Versorgung fehlt oder sie unter Depressionen leiden. Auch die Begleitung in der Schulzeit fehlt oft.<\/p>\n<p><strong>Hilfsprojekte der GEKE<\/strong><\/p>\n<p>Aus Mitteln der italienischen Kultursteuer (Otto-per-Mille) der Evangelischen Waldenserkirche unterst\u00fctzt die GEKE exemplarisch kirchliche Projekte in acht europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, die sich der Thematik \u201eEurowaisen\u201c annehmen. Die Projektabwicklung geschieht in Kooperation mit dem Gustav-Adolf-Werk.<\/p>\n<p><strong>Einsichten aus der Vernetzung der Projekte<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Online-Sitzungen der Projektmanager im November 2021 und Mai 2022 haben gezeigt, dass es bei diesem komplexen Thema viele unterschiedliche Ans\u00e4tze gibt. Dabei ergab sich ein differenzierteres Bild der komplexen Thematik. Es war einhellige \u00dcberzeugung, dass die Projekte nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern die gesamten Familiensysteme in den Blick nehmen m\u00fcssen. Dar\u00fcber hinaus stellen \u201eEurowaisen\u201c nicht nur eine Herausforderung f\u00fcr die Herkunftsl\u00e4nder der Eltern bzw. Lebensorte der Kinder dar, sondern auch f\u00fcr die Ziell\u00e4nder der Eltern. Hier bedarf es eines Einsatzes f\u00fcr menschenw\u00fcrdige Arbeits- und Wohnbedingungen und einer st\u00e4rkeren Vernetzung von Hilfsangeboten \u00fcber die Grenzen hinweg. Der Wegzug der Eltern hinterl\u00e4sst nicht nur bei den Kindern eine L\u00fccke, sondern auch auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Dadurch kommen aus \u00e4rmeren L\u00e4ndern wiederum Arbeitskr\u00e4fte, die ihre Familien zur\u00fccklassen. Wie kann dieser verh\u00e4ngnisvolle Kreislauf durchbrochen werden?<br \/>In der Zwischenzeit hat der russische Angriff auf die Ukraine viel in Osteuropa ver\u00e4ndert. Dieses Mal wurden viele ukrainische Familien dadurch auseinandergerissen, dass nun M\u00fctter und Kinder das Land verlie\u00dfen. Diakonische Projekte reagierten und nahmen diese Zielgruppe in ihre Arbeit auf. Vom 17. bis 19. April 2023 fand in Kattowitz ein Netzwerktreffen von Projektleitern statt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.leuenberg.eu\/cpce-content\/uploads\/2023\/06\/Euro-orphans-Katowice-article-1.pdf\" rel=\"attachment wp-att-3711\">How much does it cost to have a better life?<br \/>Konferenz in Kattowice zum Ph\u00e4nomen der Euro-Waisen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grunds\u00e4tzliches Im Osten Europas (teilweise auch in S\u00fcdeuropa) wachsen zahlreiche Kinder elternlos auf. Die internationale Presse hat ihnen das Etikett \u201cEuro-Waisen\u201d verpasst. In EU-Mitgliedsstaaten gehen NGOs von 500.000 bis zu einer Million betroffener Kinder aus, die zeitweise ohne Mutter oder Vater aufwachen, etwa in Rum\u00e4nien, Bulgarien und Polen. 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