{"id":4799,"date":"2026-07-06T10:51:27","date_gmt":"2026-07-06T09:51:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.leuenberg.eu\/?p=4799"},"modified":"2026-07-06T10:58:40","modified_gmt":"2026-07-06T09:58:40","slug":"zwanzig-jahre-mit-der-geke-gemeinsam-kirche-sein-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.leuenberg.eu\/de\/2026\/07\/06\/zwanzig-jahre-mit-der-geke-gemeinsam-kirche-sein-lernen\/","title":{"rendered":"Zwanzig Jahre mit der GEKE: Gemeinsam Kirche sein lernen"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. Thomas-Andreas P\u00f5der, Studiensekret\u00e4r der GEKE<\/em><\/p>\n<p><strong>In diesem Jahr j\u00e4hrt sich der Beginn deiner unmittelbaren T\u00e4tigkeit im Kontext der GEKE zum 20. Mal. Wie hat diese Verbindung begonnen?<\/strong><\/p>\n<p>Meine unmittelbare T\u00e4tigkeit im Kontext der GEKE begann 2006. Im Auftrag meiner Heimatkirche, der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, verfasste ich damals eine ausf\u00fchrliche Stellungnahme zum GEKE-Studientext \u201eGestalt und Gestaltung protestantischer Kirchen in einem sich ver\u00e4ndernden Europa\u201c. Im selben Jahr nahm ich als Delegierter an der 6. Vollversammlung der GEKE in Budapest teil.<\/p>\n<p>Dort begann meine \u00fcber zwei Amtszeiten w\u00e4hrende Arbeit als Mitglied des Rates der GEKE, die bis 2018 dauerte; anschlie\u00dfend war ich als stellvertretendes Mitglied weiterhin mit der Arbeit des Rates verbunden. Als im Sommer 2020 die Stelle europaweit ausgeschrieben wurde, entschied ich mich zur Bewerbung und wurde Nachfolger von Prof. Dr. Martin Friedrich in der Wiener Gesch\u00e4ftsstelle der GEKE. Damit endete zugleich meine T\u00e4tigkeit im Rat.<\/p>\n<p><strong>Du bist seit 2022 Studiensekret\u00e4r der GEKE. Was umfasst deine Aufgabe \u2013 und was begeistert dich daran besonders?<\/strong><\/p>\n<p>Als Studiensekret\u00e4r der GEKE, genauer: als ihr Sekret\u00e4r f\u00fcr Theologie und \u00f6kumenischen Dialog, koordiniere ich die gemeinsame theologische Arbeit und die \u00f6kumenischen Dialoge, trage zur Kontinuit\u00e4t und Weiterentwicklung des theologischen Selbstverst\u00e4ndnisses der GEKE bei, vertrete dieses gegen\u00fcber Mitgliedskirchen und \u00f6kumenischen Partnern und unterst\u00fctze die Leitungsgremien theologisch.<\/p>\n<p>Besonders begeistert mich, dass die GEKE mehr ist als eine blo\u00dfe Kooperationsplattform: Sie ist eine konkrete Gestalt gemeinsamen evangelischen Kircheseins in Europa. Hier zeigt sich, dass unterschiedliche konfessionelle Traditionen nicht kirchentrennend bleiben m\u00fcssen, sondern im gemeinsamen Verst\u00e4ndnis des Evangeliums zu verbindlich gelebter Kirchengemeinschaft in vers\u00f6hnter Verschiedenheit zusammenfinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Die GEKE ist vor allem f\u00fcr ihre theologische Arbeit bekannt. Warum sind gemeinsame Studienprozesse f\u00fcr die protestantischen Kirchen Europas heute so wichtig?<\/strong><\/p>\n<p>Gemeinsame Studienprozesse sind f\u00fcr die protestantischen Kirchen Europas heute so wichtig, weil Kirchengemeinschaft gemeinsames theologisches Arbeiten nicht ersetzt, sondern voraussetzt und vertieft. Es geht dabei nicht einfach um die Produktion von Texten oder um Minimalkonsense, sondern um die Pflege, Kl\u00e4rung, Vertiefung und Weiterf\u00fchrung des gemeinsamen Verst\u00e4ndnisses des Evangeliums. Gerade dadurch dienen solche Prozesse dem gemeinsamen Zeugnis und Dienst der Kirchen.<\/p>\n<p>Zugleich helfen sie, dass unterschiedliche konfessionelle Traditionen nicht aufgehoben werden, aber auch nicht kirchentrennend bleiben m\u00fcssen, sondern im gemeinsamen Lehren und Lernen auf verbindlich gelebte Kirchengemeinschaft hin zusammengef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><strong>Die Lehrgespr\u00e4che geh\u00f6ren zum Kern der theologischen Arbeit der GEKE. Was zeichnet sie aus?<\/strong><\/p>\n<p>Zum Kern der theologischen Arbeit der GEKE geh\u00f6ren ihre Lehrgespr\u00e4che. Es sind komplexe und langdauernde Prozesse, an denen die Mitgliedskirchen besonders intensiv beteiligt sind. Ihre Ergebnisse werden mit h\u00f6chster Autorit\u00e4t von den Vollversammlungen beschlossen, von der GEKE gleichsam \u201ezu eigen gemacht\u201c und den Mitgliedskirchen zur Rezeption empfohlen. Sie bilden damit auch eine wichtige Grundlage f\u00fcr k\u00fcnftige Lehrgespr\u00e4che und \u00f6kumenische Dialoge der GEKE. Seit 1973 sind sieben solche Lehrgespr\u00e4che gef\u00fchrt worden; ihr Gesamtumfang ist mit rund 230 Seiten durchaus \u00fcberschaubar.<\/p>\n<p>Zugleich ersch\u00f6pft sich die gemeinsame theologische Arbeit der GEKE darin nicht, sondern hat weit dar\u00fcber hinaus viele weitere wichtige und spannende Fr\u00fcchte getragen.<\/p>\n<p><strong>Einer der gro\u00dfen Studienprozesse der vergangenen Jahre war \u201eChristliches Reden von Gott\u201c. Welche Erkenntnisse nimmst du pers\u00f6nlich aus diesem Prozess mit?<\/strong><\/p>\n<p>Ein solches Beispiel f\u00fcr eine andere Form gemeinsamer theologischer Arbeit war der Studienprozess \u201eChristliches Reden von Gott\u201c, in den ich ungef\u00e4hr zur H\u00e4lfte als Studiensekret\u00e4r eingestiegen bin und den ich dann in dieser Rolle weiter begleitet habe.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich nehme ich aus diesem Studienprozess vor allem mit, dass es f\u00fcr die GEKE ein starkes Zeichen ist, gemeinsam nicht nur \u00fcber Kirche oder \u00fcber klassische Streitfragen nachzudenken, sondern \u00fcber Gott selbst. Christliches Reden von Gott geh\u00f6rt ins Zentrum gemeinsamer theologischer Arbeit, weil das gemeinsame Verst\u00e4ndnis des Evangeliums auf Gott als Quelle, Schl\u00fcssel und Orientierungspunkt bezogen ist. F\u00fcr die GEKE ist dieses Reden dabei weder blo\u00dfe Wiederholung vertrauter Fr\u00f6mmigkeitssprache noch abstrakte Lehre. Es kann verst\u00e4ndlich, anregend und ermutigend sein \u2013 zugleich kritisch und selbstkritisch \u2013 und Menschen in ihren konkreten Lebenszusammenh\u00e4ngen erreichen. Die Studie zeigt, wie das Reden von Gott Menschen tr\u00f6sten, befreien, vers\u00f6hnen und dazu ermutigen kann, im Horizont von Gerechtigkeit, Frieden und Hoffnung zu leben.<\/p>\n<p>Bemerkenswert finde ich auch, dass die 9. Vollversammlung in Hermannstadt\/Sibiu 2024 das Dokument ausdr\u00fccklich angenommen und als einen wegweisenden Beitrag zur Verst\u00e4ndigung \u00fcber das gegenw\u00e4rtige Reden von Gott in der GEKE bezeichnet hat. Sie hat den Mitgliedskirchen zugleich empfohlen, das Dokument mit seinen Ausf\u00fchrungen zu den Bedingungen, Kontexten, Herausforderungen und Weisen der christlichen Rede von Gott zu studieren und in ihrer eigenen Arbeit zu ber\u00fccksichtigen. Ver\u00f6ffentlicht wurde es 2025 als Band 17 der Leuenberger Texte.<\/p>\n<p><strong>Welche theologischen Themen werden die Arbeit der GEKE in den kommenden Jahren besonders pr\u00e4gen?<\/strong><\/p>\n<p>Die theologischen Schwerpunkte im gemeinsamen Leben unserer Kirchengemeinschaft bis zur n\u00e4chsten Vollversammlung 2031 sind durch die letzte Vollversammlung in Hermannstadt\/Sibiu festgelegt worden. Gegenw\u00e4rtig arbeitet die GEKE an mehreren Themen, die in unterschiedlichen Arbeitszusammenh\u00e4ngen, Fachbeir\u00e4ten und Prozessen vorbereitet und begleitet werden. Mein eigener Fokus liegt dabei vor allem auf dem Lehrgespr\u00e4ch \u201eLehrverschiedenheit in der Kirchengemeinschaft\u201c. Dabei geht es darum, die bleibenden Lehrverschiedenheiten in der GEKE weder zu verharmlosen noch sie wieder als kirchentrennend zu behandeln, sondern sie im Licht des gemeinsamen Verst\u00e4ndnisses des Evangeliums theologisch zu kl\u00e4ren und f\u00fcr das gemeinsame Kirchesein fruchtbar zu machen.<\/p>\n<p>Inhaltlich geht es also nicht nur darum, Lehrunterschiede zu beschreiben. Gefragt wird vielmehr, wie solche Verschiedenheiten innerhalb der Kirchengemeinschaft zu verstehen sind, wo sie zum gemeinsamen Lernen, zur wechselseitigen Korrektur und zu einem differenzierten Zeugnis beitragen k\u00f6nnen und wo sie zur Belastung werden. Damit verbindet sich die Frage, welche Konsequenzen daraus f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis der GEKE, f\u00fcr ihre \u00f6kumenische Rolle und f\u00fcr ihr gemeinsames \u00f6ffentliches Zeugnis folgen.<\/p>\n<p>Generell liegen die theologischen Themen der kommenden Jahre dort, wo sich Fragen der Kirchengemeinschaft, des kirchlichen Wandels und des \u00f6ffentlichen Zeugnisses ber\u00fchren. Neben dem Lehrgespr\u00e4ch \u00fcber \u201eLehrverschiedenheit in der Kirchengemeinschaft\u201c geht es um die Weiterarbeit an der Rezeption fr\u00fcherer Lehrgespr\u00e4chsergebnisse, besonders im Blick auf \u201eAmt, Ordination und Episkop\u00e9\u201c und dessen Relevanz f\u00fcr gegenw\u00e4rtige kirchliche Herausforderungen, um eine Theologie des Wandels angesichts kirchlicher Erneuerungsprozesse, um die Ethik und Praxis von Einvernehmen und Uneinigkeit, um Frieden und Krieg, um die Weitergabe des Glaubens an die n\u00e4chste Generation sowie um Themen wie Menschsein und Migration. Insgesamt arbeitet die GEKE theologisch daran, wie Kirchengemeinschaft heute verbindlich gelebt, weiter vertieft und unter den Bedingungen gesellschaftlichen Wandels glaubw\u00fcrdig bezeugt werden kann.<\/p>\n<p><strong>Du begleitest die GEKE auch in \u00f6kumenischen Dialogen. Welche Dialoge zeigen Fortschritte, welche stocken?<\/strong><\/p>\n<p>Mit den Worten \u201eFortschritt\u201c und \u201eStocken\u201c ist in diesem Zusammenhang tats\u00e4chlich Vorsicht geboten, auch wenn man oberfl\u00e4chlich vielleicht so sprechen kann. Die \u00f6kumenische Arbeit der GEKE ist weit gef\u00e4chert. An zwei offiziellen Dialogen, die derzeit besonders aktuell sind und mit denen ich selbst befasst bin, l\u00e4sst sich das gut zeigen: am Dialog mit der Europ\u00e4ischen Baptistischen F\u00f6deration und am Dialog mit der r\u00f6misch-katholischen Kirche.<\/p>\n<p>Bereits in den fr\u00fchen 2000er Jahren fanden Dialoggespr\u00e4che zwischen der GEKE und der EBF statt; seit 2010 besteht dar\u00fcber hinaus mit dem \u201eAgreement for EBF and CPCE to Become Mutually Cooperating Bodies\u201c eine offizielle Grundlage der Zusammenarbeit. 2024 beschlossen die Vollversammlung der GEKE und der Rat der EBF, den offiziellen Dialog wieder aufzunehmen. Sein Ziel ist es, auf theologischer Grundlage Wege zu einer vertieften Gemeinschaft zu er\u00f6ffnen und zu kl\u00e4ren, wie f\u00fcr einzelne Mitgliedsb\u00fcnde der EBF Schritte in Richtung Kirchengemeinschaft mit der GEKE m\u00f6glich werden k\u00f6nnen. Die erste intensive Arbeitssitzung der gemeinsamen Dialogkommission fand im Fr\u00fchjahr 2026 in Elstal statt. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Tauffrage, die Suche nach einem tragf\u00e4higen theologischen Rahmen f\u00fcr unterschiedliche Taufverst\u00e4ndnisse und Taufpraktiken, die unterschiedlichen kirchlichen Strukturen von GEKE und EBF sowie die Frage, welche Form eines gemeinsamen, kirchlich brauchbaren Textes dem Dialog entsprechen k\u00f6nnte. Der Prozess steht noch am Anfang; zugleich war die erste Begegnung theologisch anregend, kl\u00e4rend und im Blick auf die weitere Arbeit ermutigend.<\/p>\n<p>Mit der r\u00f6misch-katholischen Kirche, genauer mit dem damaligen P\u00e4pstlichen Rat bzw. heutigen Dikasterium zur F\u00f6rderung der Einheit der Christen, gab es in der vorletzten Arbeitsperiode der GEKE zun\u00e4chst eine mehrj\u00e4hrige vorbereitende Konsultationsreihe. Deren Abschlussbericht wurde auch von der 8. Vollversammlung der GEKE 2018 in Basel begr\u00fc\u00dft; dort, in Anwesenheit von Kardinal Koch, wurde beidseitig die Absicht bekundet, in einen offiziellen Lehrdialog einzutreten. Pandemiebedingt und aus weiteren praktischen Gr\u00fcnden konnten die eigentlichen Dialogtreffen dann erst im Fr\u00fchjahr 2022 beginnen. Bei der gemeinsamen Zwischenbewertung der mandatierenden Seiten im Dezember 2025 in Rom zeigte sich, dass dieser Dialog keineswegs fruchtlos war: Er hat geholfen, wichtige theologische Affirmationen klarer gemeinsam zu artikulieren, das gegenseitige Verst\u00e4ndnis zu vertiefen und die eigentlichen Streitfragen pr\u00e4ziser zu benennen.<\/p>\n<p>Zugleich hielt die gemeinsame Bewertung drei Themenbereiche fest, in denen im bisherigen Dialogformat kein weiterer Fortschritt in Sicht war: erstens ein unterschiedliches Verst\u00e4ndnis des Prozesses selbst, also die Frage, ob es sich um ein bilaterales Format zwischen zwei Kirchengemeinschaften handelt oder \u2013 angesichts der unterschiedlichen Bekenntnistraditionen innerhalb der GEKE \u2013 eher um ein multilaterales; zweitens die Frage, mit welcher Autorit\u00e4t beide Seiten jeweils f\u00fcr ihre Kirche bzw. Kirchengemeinschaft sprechen und welche Referenztexte und Kriterien gemeinsamer Lehre dabei ma\u00dfgeblich sind; drittens unterschiedliche Modelle von Kircheneinheit und Kirchengemeinschaft einschlie\u00dflich Fragen der Sichtbarkeit der Kirche und des Amtes. Auf der GEKE-Seite schloss sich der Rat auf seiner Sitzung Ende Mai 2026 in Doorn der Orientierung der Mandatsgeber vom 9. Dezember 2025 an, wonach der Dialog in seiner bisherigen Form f\u00fcr eine Zeit des Moratoriums als Phase der Kl\u00e4rung, Reflexion und Vorbereitung einer m\u00f6glichen Fortsetzung verstanden werden soll. Zugleich konkretisierte der Rat, wie dieses Moratorium auf GEKE-Seite ausgestaltet werden soll: mit fortbestehendem Kontakt zum Dikasterium, der Vorbereitung eines neuen Treffens der Mandatsgeber gegen Ende 2027\/Anfang 2028 und dem Auftrag, auf GEKE-Seite konkrete Schritte f\u00fcr eine konstruktive und gut vorbereitete Wiederaufnahme zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Wenn man also vereinfachend sprechen will, w\u00fcrde ich sagen: Im Dialog mit der EBF gibt es derzeit ermutigende Bewegung, w\u00e4hrend der Dialog mit der r\u00f6misch-katholischen Kirche in seinem bisherigen Format an einen Punkt gekommen ist, der eine vorl\u00e4ufige Pause notwendig gemacht hat. Prinzipiell sind f\u00fcr die GEKE \u00f6kumenische Dialoge jedoch nicht prim\u00e4r daran zu messen, ob sie kurzfristig \u201eFortschritte\u201c erzielen oder zu \u201estocken\u201c scheinen, sondern daran, ob sie der Wahrheit des Evangeliums und der Einheit der einen Kirche Jesu Christi dienen, indem sie Unterschiede kl\u00e4ren, gemeinsame Kirchlichkeit vertiefen und Perspektiven sowie verantwortbare Schritte zu gelebter Kirchengemeinschaft er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p><strong>Zum Abschluss: Welche GEKE-Events\/Konferenzen\/Vollversammlungen\/-Dialoge sind dir in besonderer Erinnerung geblieben?<\/strong><\/p>\n<p>In besonderer Erinnerung sind mir sicher die Vollversammlungen der GEKE in Budapest, Florenz, Basel und Hermannstadt\/Sibiu geblieben. Ebenso der Lehrgespr\u00e4chsprozess \u201eKirchengemeinschaft\u201c mit der Konsultation der Mitgliedskirchen in Elspeet (Niederlande) 2015, der Studienprozess \u201eChristliches Reden von Gott\u201c mit der Konsultation in Bad V\u00f6slau (\u00d6sterreich) 2022 sowie \u2013 in sehr positiver Weise \u2013 die Begegnungen im Dialog mit dem Dikasterium zur F\u00f6rderung der Einheit der Christen im Fr\u00fchjahr 2023 in Paris und mit der Europ\u00e4ischen Baptistischen F\u00f6deration im Fr\u00fchjahr 2026 in Elstal (Deutschland).<\/p>\n<p>Noch wichtiger ist mir aber, was sich darin zeigt: dass wir das Leben unserer eigenen Kirche und auch unserer eigenen Ortsgemeinde nicht als etwas f\u00fcr sich Stehendes verstehen, sondern als ein Leben, das wir mit anderen Kirchen gemeinsam und vor Gott leben. Die GEKE ist f\u00fcr mich, wie gesagt, nicht einfach eine Plattform, ein Dach oder ein Netzwerk, sondern eine konkrete Gestalt gemeinsamen evangelischen Kircheseins, in der unterschiedliche konfessionelle Traditionen nicht aufgehoben werden, sondern gerade im gemeinsamen Kirchesein vertieft und vom Evangelium her neu verstanden werden k\u00f6nnen. Vielleicht ist das das Wichtigste, was mir die GEKE im Lauf der Jahre gezeigt hat: dass evangelische Kirchlichkeit nur dann ihrer eigenen Wahrheit entspricht, wenn sie sich nicht selbst gen\u00fcgt, sondern sich auf verbindlich gelebte Kirchengemeinschaft hin \u00f6ffnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. Thomas-Andreas P\u00f5der, Studiensekret\u00e4r der GEKE In diesem Jahr j\u00e4hrt sich der Beginn deiner unmittelbaren T\u00e4tigkeit im Kontext der GEKE zum 20. Mal. Wie hat diese Verbindung begonnen? Meine unmittelbare T\u00e4tigkeit im Kontext der GEKE begann 2006. 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