{"id":4304,"date":"2026-02-24T09:32:54","date_gmt":"2026-02-24T09:32:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.leuenberg.eu\/?p=4304"},"modified":"2026-02-24T09:35:59","modified_gmt":"2026-02-24T09:35:59","slug":"4304","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.leuenberg.eu\/de\/2026\/02\/24\/4304\/","title":{"rendered":"Lehrgespr\u00e4ch der GEKE zum Thema \u201eLehrverschiedenheit in der Kirchengemeinschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lehrgespr\u00e4ch der GEKE zum Thema \u201eLehrverschiedenheit in der Kirchengemeinschaft\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) f\u00fchrt ein Lehrgespr\u00e4ch zu einer Frage, die den Kern ihrer Identit\u00e4t als Kirchengemeinschaft ber\u00fchrt: Was bedeutet \u201eLehrverschiedenheit\u201c \u2013 und was erfordert sie \u2013 innerhalb einer gemeinsamen und verbindlichen Kirchengemeinschaft?<\/p>\n<p>Die GEKE vereint lutherische, reformierte, unierte und methodistische Kirchen, die miteinander in Kirchengemeinschaft leben. Von Anfang an hat die GEKE bekr\u00e4ftigt, dass Kirchengemeinschaft real sein und getragen werden kann, auch wenn lehrm\u00e4\u00dfige Unterschiede bestehen bleiben. Das gegenw\u00e4rtige Lehrgespr\u00e4ch zielt daher weder auf Uniformit\u00e4t noch relativiert es lehrm\u00e4\u00dfige Fragen. Es dient vielmehr der theologischen Kl\u00e4rung und praktischen Orientierung: Unter welchen Bedingungen kann lehrm\u00e4\u00dfige Vielfalt als Ressource f\u00fcr gegenseitiges Lernen, Korrektur und ein vertieftes Verst\u00e4ndnis des Evangeliums wirken \u2013 und wann wird sie zur Belastung, zur Erm\u00fcdung oder bedroht gar die Kirchengemeinschaft?<\/p>\n<p>Die Arbeit thematisiert zudem, wie lehrm\u00e4\u00dfige Vielfalt das gemeinsame Leben der GEKE, ihre \u00f6kumenischen Dialoge und ihr \u00f6ffentliches Zeugnis in pluralen Gesellschaften pr\u00e4gt. Die Startgruppe beabsichtigt, einen Text zu erarbeiten, der ausdr\u00fccklich an die bestehende theologische Reflexion der GEKE ankn\u00fcpft und zugleich gr\u00f6\u00dfere Klarheit \u00fcber den theologischen Status und die praktischen Konsequenzen der Lehrverschiedenheit anstrebt. Der Bericht wird bei Sprache und Erfahrung der GEKE selbst ansetzen und anschlie\u00dfend die Ambivalenz lehrm\u00e4\u00dfiger Vielfalt ausloten \u2013 ihre konstruktiven ebenso wie ihre problematischen Dimensionen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage, wie lehrm\u00e4\u00dfige Vielfalt in der Kirchengemeinschaft anerkannt und getragen wird, wie sie \u00f6kumenische Dialoge beeinflusst und wie sie das gemeinsame oder differenzierte Zeugnis der Kirchen in der Gesellschaft pr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Prozess und Zeitplan<\/strong><\/p>\n<p>Die Startgruppe des Lehrgespr\u00e4chs begann ihre Arbeit mit vorbereitenden Online-Sitzungen im September und November, gefolgt von einem intensiven Treffen in Wien am 29.\u201330. Januar 2026. Am 30. Januar 2026 verst\u00e4ndigte sich die Gruppe auf einen gesch\u00e4rften theologischen Fokus und eine erneuerte Arbeitsweise. Ein vorl\u00e4ufiges Konzeptpapier wurde inzwischen dem Rat\/Pr\u00e4sidium der GEKE vorgelegt.<\/p>\n<p>Im Laufe des Jahres 2026 wird die Gruppe den Entwurf des Lehrgespr\u00e4chsdokuments in vier Online-Sitzungen erarbeiten und plant, sich ein Jahr sp\u00e4ter erneut zu treffen, um den integrierten Entwurf konzentriert zu pr\u00fcfen und die Richtung der abschlie\u00dfenden Redaktion festzulegen.<\/p>\n<p>Der Entwurf soll dem GEKE-Rat im April 2028 vorgelegt werden; dieser entscheidet \u00fcber die Weiterleitung an die Mitgliedskirchen. In diesem Zusammenhang plant die GEKE eine Konsultation der Mitgliedskirchen Anfang 2028, in der der Entwurf intensiv beraten und Leitlinien f\u00fcr die weitere redaktionelle Arbeit vereinbart werden. Die Startgruppe wird anschlie\u00dfend zu einer Redaktionsgruppe erweitert, die den Entwurf \u00fcberarbeitet und die n\u00e4chsten Schritte der Rezeption koordiniert.<\/p>\n<p>Eine \u00fcberarbeitete Fassung soll den Mitgliedskirchen im Juni 2029 zur schriftlichen R\u00fcckmeldung zugehen; die R\u00fcckmeldungen werden bis Juni 2030 erwartet. Nach weiteren \u00dcberarbeitungen wird der Rat voraussichtlich Anfang 2031 entscheiden, den Text den Delegierten der GEKE-Vollversammlung zuzuleiten; die abschlie\u00dfende Rezeption und Annahme wird f\u00fcr die Vollversammlung im Herbst 2031 angestrebt.<\/p>\n<p><strong>Mitglieder der Starting Group<\/strong><\/p>\n<p>Die Startgruppe besteht aus Fr\u00e9d\u00e9ric Chavel und Paul Nimmo (Co-Vorsitzende), David Field, Petr Gallus, Szilveszter F\u00fcsti-Moln\u00e1r, Jerzy Sojka, Jennifer Wasmuth und Heidi Zitting sowie Georg Plasger (Liaison zum GEKE-Rat) und Thomas-Andreas P\u00f5der (Studiensekret\u00e4r).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrgespr\u00e4ch der GEKE zum Thema \u201eLehrverschiedenheit in der Kirchengemeinschaft\u201c Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) f\u00fchrt ein Lehrgespr\u00e4ch zu einer Frage, die den Kern ihrer Identit\u00e4t als Kirchengemeinschaft ber\u00fchrt: Was bedeutet \u201eLehrverschiedenheit\u201c \u2013 und was erfordert sie \u2013 innerhalb einer gemeinsamen und verbindlichen Kirchengemeinschaft? 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