Liturgie der Evangelisch reformierten Kirche in Ungarn

In der Evangelisch reformierten Kirche in Ungarn werden die Traditionen sehr hoch geschätzt und gepflegt. Dieses Festhalten an den Traditionen und die langsame Öffnung für das Neue charakterisieren auch den Umgang mit der gottesdienstlichen Liturgie und der Agende (bzw. den Agenden) überhaupt.

Die VIII. Budapester Synode der Reformierten Kirche in Ungarn hat im Jahre 1985 eine Agende (Istentiszteleti Randtarás a Magyarországi Református Egyház számára. Megállapította a VIII. Budapesti Zsinat 1985 április 17-én megnyílt 5. ülésszakának 17. sz. határozatával) eingeführt, die im Blick auf die Liturgie und auf ihren Gebrauch in den Gemeinden Einheitlichkeit hätte bewirken sollen. Die alte, noch zur Zeit des berühmten Bischofs László Ravasz ausgearbeitete, Liturgie wich mancherorts allerdings - wenn überhaupt - nur sehr langsam der Neuen.

Im Jahre 1997 wurde vom synodalen Liturgieausschuß der Ungarischen Reformierten Kirchen (dazu gehören auch die entsprechenden Kirchen in den Nachbarländern Ungarns) unter der Leitung von Bischof Kálmán Csiha ein Versuch unternommen, eine (gemeinsame) Liturgie für die Ungarischen Reformierten Kirchen auszuarbeiten. Die so entstandene Agende (A Magyar Református Egyház Istentiszteleti Rendtartása. Összeállította a Magyar Református Egyházak Tanácskozó Zsinatának Liturgiai Bizottsága D.Dr. Csiha Kálmán püspök elnöklete alatt, Budapest 1997), die z.B. in der Liturgie für die Sonntagsgottesdienste an siebenbürgische Traditionen anknüpft, erzielte bisher allerdings auch keine vereinheitlichende Wirkung.

Letztendlich muß man sagen, dass die ungarischen reformierten Gemeinden nach wie vor (auch) im Blick auf die Liturgien durch Unterschiede gekennzeichnet sind.

 

Materialien

Ausgeformte Liturgie

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